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Um aus den Pergamciitspähnen einen feiene» Leim zu bereiten; nimmt man ein Pfundderselben, übergießt sie in einem hölzernen Gc<fasse mit zwU Maß heißem Wasser, und lässtsie 24 Stunden weichen; dann schüttet man siein einen kupfernen Kessel, oder irdenen Topf,gießt noch einige Maß Wasser hinzu, und kochtdas Ganze z — 4 Stunden lang gelinde undanhaltend fort, wobei man sich eines gut pas-senden Deckels bedient. Man muß sie auchwohl noch länger sieden, besonders wenn sie altsind, und dann nicht so leicht erweiche werden,wie frische. Wenn die Spähne grösste,,theilsaufgelöst und nur noch feine Hämchen übrigsind, rührt man das Weiße von zwei Eiernmit etwas Wasser zu Schaum, nimmt den Leim,om Feuer, und wenn er erkaltet ist, bringtman den Eierschaum hinein, und vermischt ihndamit, hebt den Kessel oder Topf abermals aufdas Feuer, bringt den Inhalt zum Sieden,und gießt ihn, wenn er einigemal aufgesottenhat, durch ein dichtes wollenes Tuch. welchesvorher wohl durchnetzr worden ist. Dieser ganzhelle Pergamentleim kann nun mehr oder weeuigcr verdünnt, und zu denjenigen Farben,welche sehr sensibel sind, und die wir an ihremOrte angeben, verwendet werden.
Anmerkung. Es wird vielleicht manchem unseresindustribsen Leser nicht unangenehm seyn, wennwir hier, bei Gelegenheit der Verfertigung desPergamentleims die Bereitungsart der Perga-ment- oder Ho rnbrlder gedenken; undverzeihlich wird diese Anmerkung von denen ge-.künden werden, welche diesen Gegenstand hier
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