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4 (1819) Roth- und Gelbfärberei / von Johann Bartholomae Trommsdorff
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251
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ner hinlänglichen Menge Wasser zehn Minu»ten lang. Dann setzt man dieser Farbenbrühe15 Pfund eisenfreien Alaun zu, und färbt dieWaare unter den bekannten Handgriffen aus.Zm Anfange werden sehr lebhafte Farben er»halten; späterhin aber, wenn der Farbestoff derRinde erschöpft wird, kommt nur ein matle-Slrohgelb zum Vorschein.

§- 297.

Da sich die Basis der Alauncrbe, noch eh?sie mit der zu färbenden Waare in Verbindungtritt, mit dem Farbestoffe der Querzitronrindegern vereiniget, und schon im Kessel einen Nie«verschlag bildet: so hat diese Art der Färbungso manche Schwierigkeiten, welche durch folgen«des Verfahren gehoben werden. Wenn dieWaare vollkommen gerciniget worden ist: sowird sie alaunt. Man löst zu dem Ende aufioc> Pfund Wollenwaare 1;l8 Pfund zu«ten Alaun in einer gehörigen Menge WasserIn dem zum Färben bestimmten Kessel, nimmtden etwa entstehenden Schaum und die Unret«ntgkeiten hinweg, und lässt die zu färbendenZeuge eine Viertelstunde in dem Alaunwasserkochen. Hierauf nimmt man die Waare her«aus, lüftet sie, und reiniget den Kessel, oderbedient sich eines andern, je nachdem man ein«gerichtet ist. In diesen thut man eben so vielQuerzitronrinde, welche locker in einen Sackgebunden worden ist, als man Alaun angewen»bet hat; bringt den Inhalt zum Sieden, unhbearbeitet die alaunte Waare, ohne sie vollher ausgewaschen zu haben, in diesem