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4 (1819) Roth- und Gelbfärberei / von Johann Bartholomae Trommsdorff
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252
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Färbebade. Wann die gelbe Farbe bereit« an-gefallen ist: setzt man dem Bade etwa r PfundKreide (kohlensaureKalkerde) zu, wodurch einehöhere und glänzendere Farbe hervorgebracht,und auch die Festigkeit derselben verstärkt wird.

§. 298.

* Die Zinnbasen wirken ebenfalls sehr vor-theilhaft in der Gelbfärberei mit der Qucrzirtronrinde; nur ist es nöthig, sowohl in derWahl dieser Basen, als mit der Menge, dieman anwendet, vorsichtig zu seyn. Denn manhat die Bemerkung gemacht, daß das salzsaurevrvdirte Zinn auf die Wolle nachtheilig ein-wirkt, weswegen zu diesem Zwecke das schwe«felsalzsaure Zinn mehr zu empfehlen ist. Manerhält eine zwischen prange» und zitronengelbinnenstehende Farbe aus der O.uerzilrvnrinde:wenn man auf folgende Art verfährt. Manbringe nicht mehr als zehn Prozent gute ge-pulverte Querzitronrinhe in einen leinenen Sack,hänge diesen in den mit einer hinlänglichenMenge Flußwasser gefüllten Färbckessel, und er-hitze dasselbe nahe bis zum Kochpunkle. Indieser Wärme erhalte man das Bad, schürteeben so viel, als man Querzicronrinde ange-wandt hat, schwefelsaures Zinn hinzu, rühredie Brühe einige Minuten lang wohl untereinander, bringe dann die wohlgereiniqte undgleichmäßig genetzte Waare hinein, wende sieeine Viertelstunde lang in der Flotte, nehmesie heraus, lüfte und spühle sie im Fluß.