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Die Bäche, Schneelawinen und Steinschläge und die Mittel zur Verminderung der Schädigungen durch dieselben / von El. Landolt ; hrsg. vom schweizerischen Forstverein
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7
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I. Die Bäche.

A. Die Bäche und deren Einfluss auf ihre Umgebung und die Flüsse.

1. Vorkommen und Beschaffenheit der Bäche.

Die Bäche bilden ein stark verzweigtes Netz, das im Berg- undHügelland und auf undurchlassendem Boden engmaschiger ist als in derEbene, in stark zerklüfteten Gebirgen und im Schutt und Sand. DieGestalt der Bodenoberfläche ist in hohem Mass vom Lauf und der Be-schaffenheit der Bäche abhängig.

Die Ebenen sind arm an Bächen, deren Quellen- oder Sammel-gebiete in denselben selbst liegen und die vorhandenen beleben wohl dieGegend, modifiziren aber die Gleichförmigkeit der Bodenoberfläche nurwenig, weil ihre Rinnsale nicht tief in den Boden eingeschnitten sind.Nicht selten verlieren sie sich im Schutt und Sand so, dass sie keinensichtbaren Abfluss in die Flüsse oder Seen haben. In solchen Gegendentritt die Bedeutung der Bäche zurück, wogegen die Flüsse als Zerstörerund Segenspender eine grosse Rolle spielen.

Im Hügelland ist die Zahl der Bäche grösser, umsomehr als nichtnur die Quellen, sondern auch die in den muldenförmigen Vertiefungenmit undurchlassendem Untergründe vorhandenen kleineren und grösserenWasseransammlungen Veranlassung zur Bildung von solchen geben. Ab-gesehen von den bedeutenden Auswaschungen aus vorhistorischer Zeit,üben hier die Bäche einen wesentlichen Einfluss auf die Gestaltung derErdoberfläche und sind daher auch vom Standpunkt der Bodenkulturaus aller Beachtung werth.

Die Bäche des Hügellandes zeigen um so grössere Aehnlichkeit mitdenjenigen der Gebirgsgegenden, je bedeutender die Höhenunterschiedeund je steiler die Hänge sind, im Allgemeinen sind sie jedoch zähmerund nicht so scharf in Erosions- und Ablagerungsgebiet geschieden wiedie letzteren. — Auch im Hügelland machen die Flüsse der Bevölkerungin der Regel mehr Sorgen als die Bäche.