cxk. ix. V on dem prächtigen lupke^ _iz?
sind. Da nun die Binden ptzytzoe nicht zerrissen seynd, sondern gantz, sofraget man billig, woher es rühre, daß es dem Auge zerrissen vorkomme ?Antwort: Von nichts anders, als wenn einige von des/ov» Monden ztrder Zeit, als man ihn betrachtet, einen Schatten hier und da auf solcheBinden und Streifen werssen, da man dann dasjenige Theil, wo derSchatten drauf fället, nicht siehet, folglich meynet man, die Binde sehzerrissen, und glaubets nur ein solcher, der dieser Sachen nicht recht kun-dig ist.
Der gröfte und allerschembareste unter allen jovislischen Flecken,nachdem er ein auch wohl zwey Jahr gedauret, verschwindet endlich garauf zwey oder drey Jahre lang : alleine weil selbiger nach solcher ver-flossenen Zeit ordentlicher Weise wiederkommt, und sich vom neuen eben andem vorigen Ort und Stelle sehen last, wo er vorher verschwunden, so kandieses ohnmöglich eine Wolcke der joviatzschen Dunst-Kugel seyn, sondernes muß dieser Fleck auf der Ober-Flache des /»v!« sich befinden, und alsoein Fleck seyn, der von gantz besonderer Materie, eines aufschwellende»und auflaufenden Wesens, das sich hebet und sevcket, nach dem es dieFoviglische Natur, Wesen und Eigenschasst, auch die dasigen Umstände undNothwendigkeiten erfordern. Dieser grosse Fleck kan dahero nicht an-ders als von einer unerforschlichen Eigenschasst seyn. Da muß man wohlbillig den mannichfaltigen Reichthümer Weißhert und Erfindung desallgewaltigen grossen Schöpfters bewundern, und vor Verwunderung dieAugen der Vernunfft zudrücken, juplter pr-lemiket sich allezeit imvollen Lichte, und wirft seinen Schatten sonderlich im langes. Daraus se-hen wir, daß er einer solchen duncklen Materie seyn muß, wie unsere dunck-le finstere Erde, nur daß die auf der Ober-Fläche befindliche Situation.Eigenschafftcn und Natur verändert, schöner und herrlicher, vortrefflicherund besser; denn 4 Monden zur Beleuchtung haben, muß ohnstreitisschöner seyn, als wo nur einer leuchtet.
Es streiten aber um die lEhre der Erfindung 8i'm»a tzlariur. ei»Teutscher, und L-lil-vus 6Llil«;>einJtaliäner.j8imon tzlanubwar von Gun-zenhausen,einem Städtgen im Marggrasthum Anspach,gebohren 1570,wurde, nachdem er von l^vcliune ae Kratze die Wissenschaft der Gestirne er-lernet und verschiedene Reisen gethan, zuinHof-tzlsttzematicozuAnspachbey dem damahligen Marggrafen bestellet. Er schrieb Xtunäum jovia-lem, und starb I624. 6slilLi,8 6alil-ei, ein Florentiner, l s 64gebohren,lehrte zu kils und Laclos mit grossem Beyfall die ktziiolopkue und^lattze-»rrlic; well er aber des coverniei Welt-Bau behauptete, wurde er vom
S Pabst