i?8 ix. Von dem prächtigen Jupiter.
Pabst gefangen gesetzt,und muste seine Lehre hiervon im 6oftenJahre seinesAlters widerruffen, und starb 1642. Doch behält wohl Simon .Vlariu-,als der erste, die Ehre der Erfindung, weil er 1609 gegen das Ende desWinter - Monaths, der letzte aber den ?ten Jemrer des folgenden16iOten Jahres selbige erst wahrgenommen. Karins hat sie nach seinen:Vaterlande Siäera Lraaäendurßicg, Oalilruz aber zur Ehre des Groß->s)ertzvgs von Florentz <^olmi öe^eflicer, 8iclersXIefliceggencnnct. Manthut aber besser, wenn man ihnen folgende Nahmen beyleget, und zwardem ersten, so dem Jupiter am nähcstcn, klercuriur , dem folgenden ^Venuk.den: dritten l.uns, dem 4ten
Nachdem nun nicht über s Stunden Tag, und s StundenNacht, mithin Tag und Naststbcy ihm gleich, so hatcsdicWeißhcitGOt-tes dahin versehen, daß er desto fleißiger von seinen Monden beschienenwird, darum supirer fast : 2 Jahre Zeit haben muß, ehe er sinnen Lauffumdie Sonne schliesset. So groß ist auch der Unterscheid derJahreallda; in-dem ein ^ovjgjsches Jahr 12 der mistigen ausmacht; denn wir kommeni r mahl um die Sonne, ehe lupitei- einmahl herum kommt.
Wenn Jupiter 119 Tage zurück gegangen; so scheinet er allemahl 4Tage stille zu stehen: die übrige Zeit, da er weder stille stehend noch zu-rücke gehend, wird er von Abend gegen Morgen fort getrieben. Weilaber das Stillcstehen so wohl, als das Zurückgehen, wie vorher gemeldet,nicht würcklich geschiehet, sondern diese beyde Begebenheiten nur scheinendseynd, und von einem Betrug der Augen herrühren; so ist gar leicht zuachten, daß der isupicer beständig von Abend gegen Morgen umlauffenmüsse, und nicht von Morgen gegen Abend: daraus nun folget, daß unsereErde dem steter in 12 Jahren auch 12 mahl begegne. Wir dürstennicht meynen, daß unsere Erde von denen lovislsschen Creaturen könne ge-sehen werden: nein, nimmermehr; wir seynd zu weit und zu klein, es seydann, daß der Schöpffer allerDinge sie mit andern Augen als uns begä-bet hätte, so glaube ich es, sonst aber nicht. Daß aber Einwohner aufdiesem so schönen Planeten vorhanden, haben wir billig Ursache zu glau-ben, weil ein solcher herrlicher Cörper, der so viel mahl grösser als un-sere Erde, jedoch aber unserer Erde in allen: gleich, sonderlich auch darin-nen, daß er um sich eine dunstige Lufft hat, welche durch Regen, Thau rc.zur Fruchtbarkeit verhilfft, nicht ledig von allen Creaturen von GOttwirdseyn gelassen worden; und wenn dergleichen dorten, wird es an vernünff-tigen nicht mangeln, welche seine so grosse und herrliche Wercke bewun-dern. Denn es muß doch ein jeder Vernünss iger zugestehen, daß der
iveise