260 ek?. XVII. Von denen Ax-Steknen gegen Süden.
wolte. Aüeinc, wie schlecht betrachten wir Menschen das schöne Gebäu-de, darinnc wir wohnen? Gleich wie eine Stadt hundert ja wohl tausendHäuser hat, so hat auch das Firmament nicht hundert, sondern tausendmahl tausend Welten, ein gantzes Heer dergleichen grosse Welt - Theile,mit lebendigen Creaturen besaamet und belebet. O unendlicher Schöpf-fer! muß ein Vernünftiger billig sprechen, wie unendlich weit reichen deineWunder-Geschöpfe? Es ist kein Mensch vermögend deren ein Ende zufinden. Du hast alles, o grosser Schöpfer ! in Circul und Creysse ge-schlossen, uns Creaturen dadurch zu überführen, daß, gleich wie ein Circulohne Ende, auch derer Creysse wir kein Ende finden würden. Denn erspricht in seinem Worte: Kanst du die Sterne zahlen? nehmlich yqsHeer der Welten, die Creysse und Wirbel. Es ist ein ewiges Dencken,ein unersinnliches Dencken, in. dem grossen Creysse der ewigen Tiefe sichumzusehen; denn das Auge der Vernunft muß das meiste sehen,das AugedesLeibes reichet dahin nicht. Wer den Zusammenhang des grossen Welt-Baues betrachtet, und m seiner Betrachtung auch einsehen kan, der findet, daßdie sämmtlichen Fst-Gestirne nicht mit unserm 8ytlemske, vielweniger mit un-serer Welt zugleich geschaffen seynd. l.un-undl'errs seynd wohl zu gleicherZeit aus ihrem cksos Herfür gebracht,aber die andcrn Firmamente und 8>lle-m-n seynd viel alter als unsere Erde und L-un», ZldamundEvh alsdie zweyersten Menschen,sähen, als sie geschaffen waren, Sonne und Gestirne an, alssey es etwas neues, so wie sie. O ncin; die Sonne hat,in andern Welt-Ku-geln lange zuvor Tag gemacht, ehe unser Klumpen von dem Schöpfer ausseinem Nichts herfürgezogcn worden; denn das Wort: Lv rv, roejgichr.' das waren eben die schwachen Sonnen - Strahlen, die da nochNicht durch den dicken Nebel durchbrechen können, sondern nur einen hel-len Schein causiret haben, wie wir zu Herbst- und Frühlings-Zeiten beydicken Nebeln wahrnehmen, da es wohl lichte und ein matter Tag ist,aber keine Sonne können wir vor der dicken Erden - Dunst seihen.Dieses Licht daurete nun in der Schöpfung so lange, biß das Leichte floh,und das Schwere sanck, und sich in sein Centrum sehte, folglich nach diieserErpandirung undSeparirung die Sonne mit ihren lichten Fcucr-Stralhlendie noch neue Welt bemahlte, wie oben in mehrern gcsaget worden.
Dir in der Tiefe befindlichen Schönheiten nun,welche alleex jnvilibiliiku,von dem grossenWerck-Meister jelrov, erschaffen, müssen endlich nach u. machwiederum in ihrvoriges Nichts verwendet und verkehret werden. Aileine dasnrundtcBuch redet davon ganh verkehrt,denn es sprrich:
k- 68 i>rn8. §. Gedencke arsswas bessers,lieber Sohn! und verstehe doch,'- ac
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