cE xxi . Von der Mythologie d erer Gestirne, zu
fallen ? Ich habe im vorhergehenden allbereit gcsagel, daß die Heyvenim Aberglauben sehr ersoffen waren, indem sie dasjenige, so ihnen hier, undda dienlich schiene, gleich als eine Gottheit verehreten, daher sie Hunde,Katzen, Schlangen und Affen zu Göttern machten. Die Einwohner indem Königreich Cochin beten bald eine Kühe, bald ein ander Vieh an, jawohl gar einen Baum. Ein solcher blinder Aberglaube hat sie verleitet,daß sie sich endlich, da sie zemeynet klüger als ihre Vorfahren zu seyn, vonder Erden an die Himmels-Bilder gemacht haben. Ja die Hcyden hiel-ten dafür, der Gott des Windes, änemom». wäre m Gestalt eines Af-fens in die Wett kommen, (besiehe offne Thür zum Hcydenthum
xgß. 267.) daher müste man die Affen, die was Göttliches hatten, ver-ehren, wie in seinem Spiegel des Heydcnthums zrz.
schreibet. Meine noch seltsamer ist es, daß die Japonicr, gleich wie vor-mahls die Hermopositen, so Völcker in Egypten waren, sich verleiten lies-sen, denen Affen zu Ehren einen Tempel aufzubauen, und ihnen darinnenzu dienen, wie aus der Reise-Beschreibung der Niederländer an den Ja-ponischen Käyser zu sehen. Denn als gedachte Niederländer im JahreChristi 16sO von der KäyserlichenJaponischenResidentz Jeddo ihreRück-Reise nach Nangesackc nahmen, und unter Weges Sinagawa und an-dere Ocrter hinter sich gelegct, kamen sie zu dem berühmten Götzen-Hauseder Affen, dergleichen kaum in der Welt zu finden, so wohl was die Selt-samkeit des Gebäudes, als den Wunder-fremden Götzcn-Dienst, der dar-inne denen Affen geschiehet, betrifft. Diß Götzen-Hauß lieget nicht weitvon Toste, ist sehr künstlich und köstlich. In der Mitten desselben steheteine erhabene Götzen-Höhe. Ihr unterstes Fuß-Gerüste, welches vier-eckicht und eines halben Mannes Länge hoch ist, hat oben und unten einesekr zierliche Leiste. Da sind alle Fächer der Götzen-Höhe mit eingehalte-nen Bild-Wercken gczicret. Ein groß kupfernes Becken stehet auf derFl ehe des untersten Gerüsts, daneben pflegt ein Affcn-Priestcr des Affcn-Spicls, indem er mit einkm Stecken tapfer auf das Becken zuschlägct, da-nn. durch diesen Klang die Assen - Diener zum andächtigen Götzen-Dicn-ste mögen erwecket werden, sich weidlich hören lassen. Jmmittelst liegensolche Affen-Diener mit den Beinen, Händen und Haupte zur Erden nie-dergestreckt auf beyden Seiten des Göhcn-Hauses, welches an den Mau-ren rund herum mit Bogen gezieret; diese Bogen sitzen voll lebendigerAffen, vor welchen gemeldete Affen-Diener ihr Gebet verrichten. Obenin den Bogen siehet man eine Menge todter Affen gesehet, die theils liegen,fitzen und stehen, sowohl hinterwärts als vorwärts. Da werden täg-lich