Vorbericht.
so reden kann, zusammen stoppelt; so befürchtete ich, daj ver-nünftige Leser es auch bey meinen Schriften einsehen vmden,wenn ich mit einem andern Kalbe pflügete. Meine Unfthig-keit betraf insonderheit die Schiffarkh und das Seeconme»cium, als von welchen ich nicht so zureichende Begriffe latte,um das Wesentliche davon in den Zusammenhang eines rich-tigen Lehrgebäudes zu bringen; dennoch aber schien mir dieserTheil der Commercienwi'ffenschaft so wichtig, daß ich e, vorein sehr eitles Unternehmen hielt, ohne eine genügsame Kennt-niß dieses Theiles ein Lehrbuch von der Commercie,«wissen chaftzu schreiben. Da nun ohnedem Se. Königl. Majcstw vonDänemark die höchste Gnade hatten, mir die Kosten ;u einerReise nach Koppenhagen allergnädigst reichen zu laße,; sokonnte ich mit Grunde hoffen, sowohl in Koppenhagen selbst,als bey meiner Durchreise in Städten, die Schiffarth undSeehandlung treiben, mich in diesem Puncte noch zu unter-richten ; und es schien mir dannenhero rathsamer zu seyn,die Ausarbeitung meines Buches von derCommerciennissen-schaft annoch auszusetzen.
Wenn ich statt dessen eine vollständige Abhandlung vondenen Manufacturen und Fabriken auszuarbeiten beschloß; so,deucht mich, habe ich einen Gegenstand erwählet, der vor denallergrößten Theil von Teutschland allemal viel wichtiger seynwird, als die Commercien selbst. Der allerwenigste Theilvon Teutschland hat die natürlichen Vortheile und Gelegen-heit zur Seehandlung, und der kleine Theil, der diese Gele.genheit hat, kann sich vielleicht einen langen Zeitraum hin.durch noch keine Hofnung machen, zu einer blühenden Schif-farth zu gelangen. Ehe wir auch bis auf diesen Punctkommen können ; so müssen blühende Manufacturen undFabriken den Grund darzu abgeben; indem, wie ich selbst indiesem Buche zeige, eine blühende und dauerhasrige Handlungschwehrlich möglich ist, wenn sie nicht auf die Ausfuhre ge-nugsamer LandeSproducte gegründet wird. Teutschland würdeauch sehr glücklich seyn, wenn es nur seine Manufacturen in
Auf-