Vorbericht.
Aufnahme und seine Fabriken in Flohr brächte. In Anse-hung der Manufakturen haben wir aiies erreicht, was wir zuwünschen Ursache haben, wenn wir es dahin bringen können,daß wir unö selbst mit den nöthigsten Manufacturwaaren ver.sorgen. Die Fabriken aber müssen unser Hauptwerk und dieQuelle der auszuführenden Landeöproducte seyn; und in derThat hat kein Land so viele Nakurvortheile darzu, als Teutsch-land, in Ansehung der Menge seiner Mineralien. Wir ha-ben auch in den meisten Fabrikenarbciten einen Vorzug vorandern Nationen den sie selbst gestehen. Es kommt also nurdaraufan, daß wir die Fabriken recht blühend machen. Wennwir diejenigen Waaren, die wir unumgänglich von andernVölkern nöthig haben, mit unsern Fabrikenwaaren balanci-ren und mithin unser gutes Silber im Lande behalten können;so ist kein Land so reich als Teutschland, weil kein Land so vielSilberminen hat. Diejenigen, welche Kenntniß von unsernBergwerken haben, werden mir zugeben, daß 10 bis 12002Mark Silber das wenigste ist, was man annehmen kann, dasin Teutschland wöchentlich aus der Erde gegraben und zu gutgemacht wird. Eine Nation, die alle Woche anderthalbTon-Nen Goldes reicher werden kann, ohne von andern Völkernabzuhängen oder Hindernisse zu besorgen, die muß gewiß sehrreich und glücklich werden können, wenn sie nur will. Michbeucht also, daß die Manufakturen und Fabriken, als wodurchwir unser schönes Silber im Lande behalten können, ein sehrwichtiges Augenmerk vor Teutschlanv sind.
Man scheinet auch an den meisten Orten diese Wahr-heit gar wohl einzusehen, indem man das Hauptwerk derBemühungen auf die Einführung und Beförderung der Ma-nufakturen und Fabriken richtet. Ich glaube dannenhcro,daß eine vollständige Abhandlung von diesen Nahrungsge-schäften denen Teutschen nicht anders als angenehm seyn kann,zumal da wir hierinnen noch keine Schriften besitzen, die derSache eine Genüge leisten. Diejenigen, die von teutschenVerfassern herrühren, haben diese Sache sehr wenig erschö-
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