4 I. Abschnitt, von der Nothwendigkeit
Dinge eine andere Gestalt und Gebrauch bekommen,zu denen Manufactnren und Fabriken. Allein in en-gen Verstände belegst man nur diejenigen Bearbei-tungen der natürlichen Dinge mir diesen Namen, dieerst in neuern Zeiten be» einer Nation eingeführetworden, oder die erst bey derselben in Gang gebrachtwerden sollen. Wenn die Bearbeitung der natürlichenDinge auf so vielerlei) Arten geschehen kann, die einefast unendliche Verschiedenheit ausmachen können; sostehet man leichte, daß ein arbeitsames und nachdenken-des Volk tansenderley Erfindungen in dergleichen Be-arbeitungen der Dinge machen kann, die andre Völkernicht haben. So bald sich andre Völker einbilden wer-den, daß diese neuen Erfindungen die Bequemlichkei-ten des Lebens mehr befördern, es mag diese Einbil-dung einigen Grund haben, oder nicht; so werden diereichen und vermögenden Personen unter diesen Völ-kern ihre natürlichen Güther, oder ihr Geld, anwen-den, um ßä) diese wahren oder eingebildeten grossemBequemlichkeiten des Lebens zu verschaffen. DieserErfolg ist so natürlich und unfehlbar, daß er nur durchAushebung des Umgangs zwischen zwey Völkern unddurch andre gewaltsame Mittel gehemmtt werdenkann: und man muß danneuhcro die Furcht, die manhin und wieder bemerket, und davon wir unten mehrr.drn werden, daß ein in denen Manufakturen undFabriken später ansengendes Volk, es schwehr, odergar nicht dahin bringen könne, diesen seinen Arbeitenauswärtigen Absatz zu verschaffen, größtenthcils vorlingegrüuder halten. Viele Europäische Nationen
befin-