und dem Nutzen der Manuf. rr. Fabriken. 5
befinden sich in eben der Beschaffenheit, worinncn wirdie meisten Völker in denen übrigen drey Welctheilensehen, nämlich, daß sie aus Mangel der ArbeitsamkeitUnd des Genie,viele künstliche Waaren, die zu wahreroder eingebildeter größerer Beguemlichfeic des Lebensdienen, nicht zu verfertigen wiffen, und dmincnhero,weil sie doch solche Waaren lieben, ihre natürlichenGüther oder ihr Geld davor hingeben. Wenn nunein solches Volk endlich aus seiner Schlafsucht aus.wacht, sich zurGeschicklichkeit ermuntert und deeglei-chen Waaren selbst verfertiget, so pfleget es diese neuenArbeiten mit dem Namen der Manufakturen und Fa-briken zu belegen. Besonders findet dieses bey denen,jenigen Völkern statt, welche bey ihren alten und ge.wöhnlichen Bearbeitungen der natürlichen Dinge dieEinrichtung der Innungen und Zünfte eingeführethaben» Alle alte Bearbeitungsarten werden alsdannHandwerke genennet, die neuen erst einzuführendenBearbeitungen aber werden mit dem Namen der Ma-nufakturen und Fabriken beleget.
Manufakturen und Fabriken werden gemeiniglich ilntersckcidvor gleich betrübende Wörter gehalten und gleichgültig nuftctureiigebraucht. Ihre Bedeutung aber ist in der That von ^ 8abri-«inander unterschieden. Unter Manufakturen verste-het man eigentlich diejenigen Bearbeitungen, die bloßmit der Hand ohne Feuer und Hammer geschehen.
Fabrilken aber heißen diejenigen Arbeiten, zu welchenFeuer und Hammer, oder ähnliche Werkzeuge ange.
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