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Johann Heinrich Gottlob von Justi ... vollständige Abhandlung von den Manufacturen und Fabriken. Erster [- zweyter] Theil
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26
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26 I. Abschnitt, von der Nothwendigkeit

fSl'ss't. al-lein dauer-haste blü-hende Conniercien.

gründet, von welchen sich ein Volk versprechen kann,daß es nicht allein blühende, sondern auch wohlgegrün-dete und dauerhastige Commercien erlangen kann.Die jandcsproducte beruhen fast allein auf denen Ma-nufakturen und Fabriken, weil man heutiges Tages soviel immer möglich vermeidet, die natürlichen Gütherroh auszuführen; indem man endlich einzusehen gelernethat, daß diese rohen Materialien vielen Menschen Be-schaftigung und Nahrung geben können, wenn sie imLande bearbeitet werden. In der That sind die Ma,nufacturen und Fabriken der beste Grund der Com-mercien. Wenn sich ein Volk bemühet alle Arten dergekünstelten Waaren selbst zu verfertigen, so viel esnach Beschaffenheit des Landes und der Himmelsgegendnur immer möglich ist; und wenn es dadurch verhin-tert, daß unnöthiger Weise kein Geld aus dem Landefließet: so ist nichts so leicht als die Bilanz in derHandlung zu gewinnen, als worinnen blühende undvartheilhaftige Commercien hauptsächlich bestehen. Esfind vielleicht wenig Lande, die nicht vorzügliche Na-turgaben haben. Die Vorsehung, welche alle Völkerdurch den Umgang und die Commercien, als durch eingemeinschaftliches Band, mit einander verknüpfenwollen, hat einem jeden Lande und Himmelsgegend ge-wisse Güther mitgetheilet, welche in andern Staaten«nd Erdstrichen entweder gar nicht, oder doch nichtin solcher Gütheund Menge anzutreffen sind. Wennalso ein Land diejenigen Naturgaben und Materialien,die ihm vorzüglich eigen sind, oder die es in Mengehaben kann, wohl nutzet und bearbeitet; so wird es

allemal