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Johann Heinrich Gottlob von Justi ... vollständige Abhandlung von den Manufacturen und Fabriken. Erster [- zweyter] Theil
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38
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z8 H- Abschn. vom Zusammenh.der Manuf.

denen aller Muth und Lust zu Fleiß und Geschick-licbkeit darnieder geschlagen ist. Wenn Güther,Stand, Ehre und Leben bloß von der eigensinnigenWillkühr des Despoten und seiner Minister abhängen;so wird Niemand große Lust haben, sich durch Fleißund Arbeitsamkeit Güther zu erwerben, deren Genußso ungewiß ist. Am allerwenigsten aber wird jemandgeneigt seyn, sich in Manufakturen und Fabriken ein-zulassen, deren weirläufrige Anstalten ihren Eigenthü-mer mehr als eine andere Nahrungsart an das Landverknüpfen. Zur Kaufmannschaft werden sich nocheher Unternehmer finden, zumal wenn man sich dieHosnung machen kann, bald reich zu werden, um her-nach ein fo übel beherrschtes Land verlassen zu können.Es ist wahr, der Despote kann seine Unterthanen garleicht zwingen, Manufakturen und Fabriken zu unter-nehmen, so wie der Prügel des Guardian zu Algiereinen Sclaven gar leicht dahin bringen kann, ein Hand-werk auszuüben, das er vorher nie gelernet hat. Alleindie Gewalt des Despoten und der Prügel des Guardianwerden die aufgezwungene Handthierung ihren beydenelenden Sclaven niemals in behöriger Vollkommen-heit beybringen; und die mit Gewalt erzwungenen Ma-nufakturen werden mithin eine schlechte Beschaffenheithaben. Wenn die Manufakturen und Fabriken zu ih-rer Vollkommenheit gelangen sollen; so wird darzuGenie, Lust, Fleiß und Aufmerksamkeit erfordert; unddieses sind Früchte der Freyheit und einer gerechten undgütigen Regierung, nicht aber der despotischen Gewalt.

Die