46 H.Abschn. vorn Zusammenh. der Mamr'f:
meisten auswärtige Beyhülfe bedarf, davor, wir kurzvorhin geeredet haben. Dahingegen eine Nation, diealle Nothwendigkeiten, oder doch die meisten, selbstgewinnet, von der Hemmung der Commercien nichtso viel leider.
Ma» muß In Ansehung dieses gar genauen Verhältnissesdenm Ma-Y verdienen die Commercien eine große Sorgfalt unduufacturei, beständige Rücksicht in allen Maaßregeln bei) denendig aufdie * Manufakturen, und man darf weder bey dem einennoch bey dem andern eine Neuerung und Verbesserungvornehmen, ohne vorher sehr weißlich zu überlegen,was stlches vor Einfluß und Wirkung bey der andernArt der Nahrungsgeschäste haben werde. Ich wiLhier nicht die Mittel vorschlagen, wie die Ausfuhreund der Debit der Manufaktur- und Fabrikenwaarendurch die Commercien zu befördern ist. Wir werden
hiervon in dem folgenden Hauptstücke handeln, alswoselbst die eigentliche Stelle davon ist. Ich kannsuch hier nicht die Maaßregeln zur Aufnahme derCommercien vortragen. Dieses ist nicht unser Ge-genstand allhier. So viel aber mußich hier anmer-ken, daß wenn die Manufakturen und Fabriken ohnegroße Unterstützung und Beyhülfe der Regierung nichtgegründet und blühend werden können; so brauchendie Commercien nichts als Freyheit. So bald derKaufmann etwas dabey gewinnen kann; so wird ersowohl die Manufaktur - und Fabrikenwaaren ausfüh-ren, als auch alle ihre bensthigte Waaren kommen
laßen.