der Manufakturen und Fabriken. 141
Die Schönheit der Waaren begreifet zwar in phi- ->).Dietosophischen und weitläufigen Verstände auch die Güte der Waaren-und Tüchtigkeit derselben in sich. Allein hier verstehenwir unter der Schönheit nur das äußerliche, was daSAuge reizet. Dieses, welches allemal den Käuferngefällt, ihr Geschmack und Absicht mag auch noch si»verschieden seyn, muß man allen Arten von Waarenzu geben suchen, sie mögen auch der Güte nach beschaf-fen seyn, wie sie wollen. Man findet öfters, daß Waa-ren sehr gesucht werden, die von innrer Güte sehrschlecht sind, die aber durch ihr äußerliches Ansehendas Auge vergnügen. Diese äußerliche Schönheitkommt gemeiniglich auf die Beschaffenheit der Farben,auf den Glanz und auf die Desseins an; und vielleichtist es hauptsächlich dasjenige, was den französischenWaaren zeikher einen so großen Absaß verschaffet hak.
Man muß dannenhero bey Anlegung der Manufaktu-ren und Fabriken beständig bedacht seyn, denen Waa-ren alle mögliche äußerliche Schönheiten zu geben.
Allein je mehr neue Manufakturen und Fabriken diesesAugenmerk nöthig haben, wenn sie vor denen andernbereits in Flohe stehenden Werken aufkommen wollen; 'so habe ich doch bemerket, daß es gar öfters daran er-mangelt. Waaren, die an sich selbst nicht von gerin-ger Güte gewesen sind, haben durch ihr äußerlichesAnsehen ein viel schlechteres Urtheil von sich veran-läßet, als sie in der That verdienet habe«.
Die