142 m. Absch. von Anlegung und Gründung
käufermag sich noch so sehr über den schlechten Ge-schmack des Käufers aufhalten; so läßt ihm der Käu»fer mit allen seinen schönen Geschmack, mit aller seinerKlugheit und mit samt seinen Waaren sitzen. Eö hatsich öfters eine Nation dergestalt an eine gewisse Be,schaffenheit der Waaren gewöhnt, daß man ihr ver-geblich bessere Waaren zuführet; sie verlanget diesesBessere nicht. Niemand wird sich einfallen laßen zuläugnen, daß die englischen Tücher nicht viel besser undtüchtiger seyn sollten, als di/ Holländischen. Dennochhaben die Holländer allemal einen großen Vorzug indem Tuchhandel nach Rußland gehabt, weil sich ein-mal ganz Rußland an die leichtern holländischen Tü-cher gewöhnet hat. So wie dieHolländer nicht wohlgethan haben würden, wenn sie Tücher von eben derGüte und Tüchtigkeit, als die Englischen hätten nachRußland bringen wollen; so haben die Engelländernicht allen ihren Vortheil beobachtet, daß sie sich nichtnach dem Geschmack der Rußen bequemet und eineleichtere Art Tücher vor sie verfertiget haben. Hier-aus folget, daß allemal Waaren von verschiedenerGüte und Richtigkeit verfertiget werden müssen, unddieses muß schon in denen Reglements bestimmet wer-den. Niemals aber muß die verschiedene Güte aufdie begangenen Fehler und Nachläßkgkeiten der Arbei»ter ankommen. Auch bey dieser verschiedenen Gütemuß eine jede Waare in ihrer Art vollkommen, näm-lich denen Reglements gemäß gearbeitet seyn.
Die