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Johann Heinrich Gottlob von Justi ... vollständige Abhandlung von den Manufacturen und Fabriken. Erster [- zweyter] Theil
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und bestenWollm-manufa-xturen.

EhedemhatteTeursch-land vor.züglicheWollen-manufa-cturen,

Abtheilung. I. Abschnitt.

ren aus feiner Wolle zu machen wüßte. In Island,in der Ukraine, in Siberien, in der Tartarey werdengrobe wollene Tücher gemacht; und eö würde die äus-serste Wildheit anzeigen, wenn ein Volk noch garnichts von der Wolle zu feiner Bedeckung zu verfer-tigen wüßte. Wenn wir also hier von den Wollen-manufacturen handeln; so verstehen wir sie nicht inihrer groben Beschaffenheit. Zu deren Gründung undEinführung bedarf eö keiner Abhandlung dieser Art.Wir reden hier von den feinesten und besten Wollen-manufacturen, die alles an sich haben, wasmanzeit-her an diesen Manufarturen in dem ausländischenEommercio vorzügliches gefunden hat.

In dem mittlern Zeitalter War nächst den Nie-derlanden der hauptsächlichste Sitz der Wollenmanufa-ctursn in Teutschland. So wie sich der größte Theildes Handels von ganz Europa in den Händen derHansa befand; so legten sich insonderheit diejenigenStädte, welche keine Gelegenheit zur Schifffahrt hat-ten, auf die Wollenmanufarturen; und die Schiff-fahrt treibenden Städte der Hansa vertrieben ihreWaaren Lurch ihren weit ausgebreiteten Handel. Manfindet in den Chroniken vieler Städte in Ober- undNicderfachfen zuverläßige Nachrichten, daß öfters ineiner sehr mittelmäßigen Stadt im vierzehnten undfünfzehnten Jahrhundert drey- vier- bis fünfhundertTuchmacher gewesen sind, die isho kaum zehn bis zwölfMeister hak. Allein der Verfall der Hansa, worandie teutschen Fürsten selbst, und insonderheit Kaiser

Carl