Von den Wolleiimamifaclttt'cn. 7
Carl der Fünfte, um die Handlung seiner Nieder,lande desto mehr in Flor zu bringen, sehr eifrig ar-beiteten, hat uns auch den Verfall unserer Wollen-manufacturen zugezogen; und eö war in der Mittedes vorigen Jahrhunderts mit uns so schlecht beschaf-fen, daß unsere Wollenmanusacturen nicht viel besterdiesen Namen verdienten, als die isländischen Wad.moels, oder die pohlnischen so genannten Schipp-tücher.
Wir haben uns von dem Ausgangs des vorigen Unsere se-Iahrhunderts an bis hierher eifrig angelegen seyn las- bM" Wol-sen, uns aus dieser Trägheit zu ermuntern, und unsereWollemnanusactlrren in Aufnahme zu bringen. Man erreichenkann auch nicht läugnen, daß an vielen Orten Teutsch-landes schon ziemlich feine Tücher gemacht werden, kommen-'Man verfertiget in der Mark Brandenburg, msonder- hcir derheik zu Berlin, Magdeburg, Brandenburg, Züllj-chau rc. wie auch in den preußischen, elevifchen undwestfälischen fanden, desgleichen in der Oberlauf,hzu Görliß, fauban und in den übrigen Sechsstad-ten, wie nicht weniger in Niedersachsen zu Göttingcn,Braunschweig, Zell und an vielen andern OrtenTeutschlandeö ziemlich feine Tücher, welche den hol-ländischen an Güte wenig nachgeben, und öfters da-vor verkaufet werden. In den wollenen Zeugma-nufactnren, insonderheit in Ansehung der Camelotts,
Etamine, Schargen und andrer Zeuge, haben wir esauch insonderheit seit zwanzig Jahren so weit gebracht,daß wir unsere Zeuge den besten Manufaeturen derAusländer an die Seite sehen können. Allein, wenn
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