82 II. Abtheilung, !, Abschiütt.
schwer zu einem dauerhaftigen Filz bearbeiten lassen ;so geschiehet dieses heutiges Tages niemals, sondern diesogenannten ganzen Castorhüte hgben nur auf beydenSeiten eine äußere Bedeckung von Biberhaaren, undder Filz inder Mitten bestehet aus feinexWolle, die zu-weilen mit (saninichcn-und Hagsenhaarcn, zuweilenmit Straußwolleund Cameelshgaren untermischt ist.Es können auch schon aus Haasen- und Caninichenhaa-z-en und feiner Wolle sehr feine Hüte gemacht werden,
ohne
Von diesen beyden Ursachen ist nur die erste wahr, Sehrleicht laßt sich Castorhaar filzen, aber es ist zu theuer, alsdaß man Harems allein Hüte machen sollte.
Ein lächerlicher Irrthumj Der Strauß hat keine,Pflaumfedern, noch weniger Wolle, er kann also den Hut-macheyn kein Material liefern, Savary ist, so viel ichweiß, der erste, der aus Usine ll'Autriche, woruutcr indem französischen Zolltarif österreichische Wolle, auch, wieeinige sagen, österreichisches Ziegenhaar verstanden wird,lsfric ci'muruclw , oder Straußwolle, gemacht hat. Esist bekannt, daß die meisten, welche bisher etwas vonWaaren haben melden wollen, solches aus dem Savarygenommen haben, dadurch ist denn diese erdichtete Strauß-zvolle in viele Bücher gekommen. In des EudoviciKaufmanns-ssericon kommt sie an verschiedenen Or-ten vor; z. B, H von 1767 S. 248 und IV von >768S. 247;, Martini hak in Büffons Naturgeschichteder Vögel III S. i;o ganz richtig gelehrt, daß derStrauß keine Daunen oder Wolle habe, und dennoch hater sich S. >8; von Ludoviei verleiten lassen, unter denWaaren, die jener Vogel liefert, verschiedene Arten Wollezu nennen, als ?in ä'sutrueke, grc>! ö'mitruckc. Indes Iaufier: Oickicmnaire tlcs orrs L mokier! I p -444ist der; unrichtig: Name laine cl'aukrucke beybehalten,aber richtig erklärt worden: /crr»e n'eft
gn'un cic clrevre ou üe cfievreau Ltli ceiiärö-