Z2 1!. Abthat. I. AbsHn. I. Hauptst.
die dieses nicht thue. Allein es ist in der That znverwundern, wie ein ChymicuS etwas läugnen oderbestreiken kann, das auf so klaren chymischcn Grund-fähen beruhet. So viel ist unstreitig gewiß, daß dasAufbrausen einer Walkercrde mit sauren Geistern ihrealcalische Eigenschaft beweiset; ob e6 gleich allemalungewiß ist, ob es in etwas Kalkartigem oder Mer-gelartigem bestehet. Nichts ist der Vollkommenheitder Walke, wie auch der nachherigcn Färbung derTücher, mehr hinderlich, als die Fettigkeit der Tücher;und diese herauszubringen, ist einer der vornehmstenEndzwecke dieser Bearbeitung. Nun weiß aber einjeder Anfänger in der Chymie, daß das Alcali, indem«S sich mit der Fettigkeit vereiniget, eine Seife aus-macht, die hernach gar leicht von dein Wasser wegge-spühlet werden kann. Folglich beruhet es wohl aufunläugbaren chymischen Gruildsähen, daß eine aleali-sche Walkererde zu ihrem Endzwecke geschickter ist, alseine andere, die nicht mit sauren Geistern brauset;und Herr Gellere und Wallerius, welche dieses behau-ptet haben, sind hierinnen vor bessere Naturkündigerund Chymisien zu halten, als Herr Professor Pott *).
Ueber-
*) Der Verfasser hat sich gewiß geirret, indem er die Wir-kung der Walkercrde von der Kalkerde hergeleitet hat. Diebeste englische Erbe brauset gar nicht, und hat gar keinen,oder doch sehr wenig Kalk. Zch mag aber hier die Be-weise nicht wiederholen, die ich darüber in der Anleitungzur Technologie S. 61 gegeben habe. Wahr ist in-zwischen, daß der Vorzug der englischen Tücher nicht al-lein, auch nicht einmal vornehmlich, der Walkererde zuzu-schreiben ist. Wer die Oerter kennen will, wo diese ge-funden