Von den Lemenmanttfactttren. 69
nicht erlaubet, den Flachs in das fließende Wasser zulegen, weil mau davor halt, daß dicFische davon ster-ben Man siehet sich also gcnökhiget, denselben inSümpfe und andre morastige stehende Wasser zu le-gen, die aber gemeiniglich der Weiße des Flachsesnachtheilig sind, und denselben so schwarzgrau, odervon den vielen Essemheilchen, die allemal in solchemmorastigen Wasser sind, so bräunlich werden lassen, daße6 schwer halt, die daraus gearbeiteten leinenenWaaren zu einer vollkommenen Weiße zu bringen,worauf doch ihr größter Vorzug beruhet. SolcheUmstände müssen von der Obrigkeit in Betracht gezo.gen, und dem so nöthigen Flachsbau durch gute Gesetzeund Anstalten nach eines jeden Orts Gelegenheit häss-liche Hand geboten werden.
Das Dörren des Flachses hat gleichfalls in feine Anmer-Güte einen Einfluß. An Orten, wo viel Flachs gebauet kung vomwird, trocknet man denselben gemeiniglich im Backofen,um sich die Mühe des östern AusbreitenS desselben an ses.der Sonne zu ersparen. Allein ein in dem Backofen,zumal bey noch starker Hitze, getrockneter Flachs wirdallemal merklich spröder, als derjenige, so mit Vor-sicht an der Sonne getrocknet worden; und zuweilenwird er von der Hitze ganz bräunlich. Aller Flachs,der sehr fein gesponnen, insonderheit, der zum Batistgebrauchet werden soll, darf nicht im Backofen getrock-
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*- Dieser Glaube ist wahr, und das Wasser, worinn Leingerostet wird, schadet der Gesundheit, wenn es genossenwird.