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Johann Heinrich Gottlob von Justi ... vollständige Abhandlung von den Manufacturen und Fabriken. Erster [- zweyter] Theil
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80
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8o II. Abtheil. H. Abschn. I. Hauptff.

phälischem Garne, und haben eigne Zwirnmühlen er-funden , wodurch nicht allein die Arbeit sehr geschwindvon Statten gehet, sondern wodurch auch der Zwirnallenthalben vollkommen gleich und gerade wird, alsworauf seine hauptsächlichste Güte ankommt. Nach.dem sie demselben ihre gewöhnliche schöne Bleiche ge-geben: so verkaufen sie das Pfund vor zwölf, achtzehnbis zwanzig Thaler, ohngeachtet ihnen das Garn nichtden zehnten Theil fo viel gekostet hat. Jedoch dieseran sich schon feine Zwirn, kommt demjenigen gar nichtbey, den man in den österreichischen und französi-schen Niederlanden macht. Man macht den Zwirnin Antwerpen viel feiner; am allerfeinsten aber inRyssel und Mechel», wo man ihn zu so einer erstaun-lichen Feine bringt, daß er kaum fühlbar ist, und dasPfund von den allerfeinsten Sorten mit hundert bishundert und fünfzig Rthl. bezahlet wird. Seit einigerZeit hat man auch angefangen, in der schleSwigschenStadt Tundern einen sehr feinen Zwirn zu machen,welcher den Mittelforten des Ryßler und MechlerZwirns vollkommen gleich kommt. Da man schonseit langer Zeit in dieser Stadt feine Spitzen verfer-tiget hat: so hat man endlich eingesehen, daß die großenSummen, die man jährlich vor Zwirn in die Nieder-lande schickte, und die sich auf achtzig bis hundert tau-send Thaler belaufen haben sollen, ersparet werdenkönnten, wenn man sich selbst auf feine Zwirnmanu-facturen besieißigte; und die Sache ist auch nicht übelgelungen. Auch in Berlin hat man seit einiger Zeitangefangen, einen feinen, dem holländischen ähnlichen

Zwirn