Ii6 H. Abtheilung. III. Abschnitt.
Bäume, andere Sträuche und wieder andere Stauden-gewächse sind. Jedoch die Baumwolle von denBäumen und Gesträuchen kommt sehr wenig in dieCommercien. Fast alle Baumwolle, die wir in demHandel haben/ ist die Frucht einet Pflanze oderStaude, die ein Somn^rgewächs ist, und alle Jahreaus ihrem SaaMen erzeuget werden muß. Sie wirdanderthalb bis zwey Fuß hoch, und gewinnet verschie.dene Aeste. Sie hat einen holzigten Stängel, derrökhlicht ausstehet und etwas rauch ist. Die Blättersind gleichfalls etwas rauch. Und sind den Pappel-blättern ziemlich ähnlich. Die Blüthe ist glockenför«mig mit fünf bis sechs Einschnitten, mir Roth undPurpur untermischt, und ist so schön, daß sie einenjeden Blumenliebhaber, als eine der angenehmsten Blu-rnen, vergnügen kann. Auf diese Blüthe folget eineovale Frucht, in der Größe einer kleinen welschen Nuß,die, wenn sie reif ist, von einander platzet, und diedarinnen enthaltene Baumwolle Zeiget. Die Baunu-wolle ist so fest darinnen eingepreßt, daß eine jede Nußwenn die Wolle nach dem Aufplatzen heraus dringet,fast eine Hand voll giebt. In der Baumwolle sitzendie Saamenkerne, die gleichfalls oval in der Größe derErbsen sind, und deren eine jede Nuß sechs bis fiebertin sich hat *).
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*) Wer die Nachrichten der verschiedenen Schriftstellersammlen und vergleichen will, der wird mit mir glauben,daß noch nicht alle Arten desjenigen Pflanzengeschlechts,welches Baumwolle liefert und 6o6Vpium heißt, bota-«ßch bestimmt sind. Gewiß ist es freylich wohl, daß
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