Von B-iumvollenmaniifacLureri. »7
Die Baumwolle wird in allen vier Welttheilen Diesehr häufig gezeuget. Man gewinnet sie in unglaub- Daumwol.licher Menge in Natolien oder Kleinasien, deren Han- allen vler"delöplah zu Smyrna ist, desgleichen in Persien, Si- Weltthei-na, Jndjen und fast allen Ländern Asiens, Man
gewinnet sie in Asiica, in Egypten und in verschiede- zeuget.^nen andern Erdstrichen dieses Wclttheiles. In Ame-rica wird sie in allen südlichen Gegenden und insonder-heit auf den ankillischen Inseln in überaus großerMenge gezeuget, Europa bauet dieselbe in Griechen-land, Cypern, Malta, Neapolis, Sicilien undandern Gegenden von Italien in großem Ueberfluß.
Fast alle Baumwolle aber, die wir in den Commer-cien haben, kommt zu Schiffe aus den antillischenInseln und Curqssao, aus Smyrna, Cypern und
H Z Italien;
die jährliche Art, 6. llerhaceum, die meiste Baumwollegiebt, welche in Kleinasien, auf den griechischen Inseln,in Sicilien, auf Malta, in Persien und wenigstens vie-len Gegenden von Ostindien gewonnen wird. Eine an-dere jährliche Art, o. llirlutuw., wird auch in Ost - undWestindien gebguet; sie soll die meiste und feinste Wollegeben. Die staudenartige Pflanze, 6. arboreum, wirdjn Aegypten, Arabien, auch auf der Küste Koromandel,und nach Fermins und anderer Bericht, auch in Suri-nam und auf Saint-Domingue gezogen. Eine vierteArt, 6. bsrballcnle , soll zwcyjahrlich seyn, und vondieser soll Barbados und Iamaiea die Wolle erhalten.
Was man Baumwolle nennet, ist eigentlich die Wolle,welche die kleinen Saamen in der drey. oder vierfächcri-gen Kapsel umgiebt, die der Verfasser unrichtig eine Nußnennet. Eben so unrichtig nennet er die Blume glo-ckenförmig, die, botanisch zu reden, aus fünf Blätternbesteht.