Von Bauniwoklenmariufacturen. »A
hat vor dem jetzigen Kriege in allen großen Handels-plätzen in der Großhandlung nicht über zwey Groschengegolten; und wird nach dem Kriege ohnfehlbar wiederauf diesen Preis kpmmen, wenn es auch jetzt etwas hoherseyn sollte. Da nun also das Material so wenig kost.bar ist; so ist der Ausfluß des Geldes, der davor außerLandes gehet von weniger Erheblichkeit; und man hakum so weniger Ursache, die Einführe der Baumwollen»Manufakturen zu unterlassen. Der Werth der Arbeit inder Baumwolle übersteiget den Preis des Materials umvier,, ja in vielen Manufakturen um zehrn, und fünf.zigmal; und man kann mithin dadurch eine Meng«Unterthanen auf eine nützliche Art beschäftigen.
Vielleicht dürfen wir auch »och nicht alleHossnung Vielleichtaufgeben, daß wir nicht die Baumwolle selbst in Teutsch?land erzeugen könnte». Es ist wahr, die Baumwollen- Daum-staude ist ein sehr zärtliches Gewächs; der geringste wolle selbstReif richtet sie ohne Rettung zu Grunde. Allein sie ikUZen.bedarf bis zu ihrer völligen Zeitigung kaum drey bis vierMonathe Zeit; und so lange haben wir allemal Som.mer, ohne daß wir Reif und Frost befürchten dürfen.
Dieses ist auch nicht die erste ausländische zärtlichePflanze, die wir ehedem in unserer Himmelsgegend zubauen vor unmöglich gehalten haben, und die sich nachund nach an unsern Erdstrich gewöhnet hat . wennwir sie nur erst durch Fleiß und Mühe zur Reife ge-bracht haben. Ich gestehe gern, daß ich diese Hoff-nung selbst vor thöricht halten würde, wenn es um einperenni'rend Gewächs zu thun wäre, das im Winter in
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