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Johann Heinrich Gottlob von Justi ... vollständige Abhandlung von den Manufacturen und Fabriken. Erster [- zweyter] Theil
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130
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IZO II. Abthcil. m. Abschti. !. Hauptst.

nugsame Kenntniß erlanget hatten; da man denn zuAusgang des vorigen Jahrhunderts anfieng, in Hol-land selbst Cattunfabriken anzulegen. Jedoch diesebestanden nur eigentlich in Cattundruckereyen; indemman den weißen Callim, der in Indien sehr wohlseileinzukaufen war, mit Farben druckte, und dieses inden meisten Arten des Caktuns so weit brachte, alsin Indien selbst. Einige Zeit daraus wurden auchCattunfabriken in der Schweiz, in Hamburg und Brc.men und endlich auch in Coppenhagen errichtet, wel-che aber größtentheils darauf ankamen, die weißen in-dianischen Cattune mit Farben zu drucken.

Man hat Es hat jedoch nicht an Landen gefehlet, welcheauch die auch die Cattunwebercyen bey sich eingeführet haben;bereyen welches msonderhelt m der Schweiz mit sehr gutememgcfüh- Fortgang geschehen ist. Indessen verdienen insonder-österreichischen Cattunfabriken beschrieben zufterreich. werden, die sowohl wegen ihrer Güte, als sehr weit-lauftigen Erstreckung, überaus wichtig sind. Die Cat.tunfabrik auf der Schwechat bey Wien hat einem sol-chen Umfang, daß sie eine kleine Stadt vorstellen kann.Sie hat über dreyhunderc Drucker, einige hundertWeber, und fast eben so viel Bleicher und andereFabrikenarbeiter, die auf der Schwechat wohnen;über vier hundert Weber aber, die vor die Fabrikarbeiten, wohnen auf dem Lande in dieser Gegend, sodaß alle Dörfer davon voll stecken. Das Landvolk,in einem District von sechs bis acht Meilen um dieSchwechat herum, spinnet vor die Fabrik, so daß sich

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