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Johann Heinrich Gottlob von Justi ... vollständige Abhandlung von den Manufacturen und Fabriken. Erster [- zweyter] Theil
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Von Cattunmanufacturen. rzr

die Anzahl ihrer Spinner auf neun bis zehn tausenderstrecken dürfte. Eine andere Cattunfabrik fastvon eben solchem Umfange ist zu Holikfch in Ungarnauf Rechnung Sr. kaiserlichen Majestät angeleget;und eine Hals - und Schnupftücherfabrjk ernähret fasteben so viel Weber, Spinner und Arbeiter, so daßman der Sache gar nicht zu viel thut, wenn man be«hauptet, daß diese drey Fabriken auf dreyßig tausendMenschen jährlich ernähren. Dennoch können zweyCattunfabriken von so großem Umfange nicht einmaldie österreichischen teutschen Lande mit genügsamemCattun versorgen. Es muß den Kaufleuten ausMangel der Waare in den Niederlagen der Fabrikenerlaubet werden, jährlich noch viele tausend Stückfremden Cattun einzuführen, woraus also der überausgroße Debit dieser Waare destomehr in die Augen fallt.

Man hat auch in den preußischen Landen die Desgl«-Cattunwebereyen mit dem glücklichsten Erfolge ringe» ^führet. Man macht in Berlin die Zitse und Cattune sch"nLan^in solcher Menge und in solcher Schönheit und Feinheit/ den.daß sie den indianischen wenig nachgeben; wie dennüberhaupt die feine Spinnerey der Baumwolle in Ber«lin und andern preußischen Städten so hoch getriebenist, als in keinem andern Lande in Europa; und wasdiesen Punct betrifft, so sind die preußischen Cattun«fabriken allen andern europäischen vorzuziehen undkommen den indianischen am nächsten. Ein Haupt«sächlicher Fehler bey den österreichischen Cattunfabri«ken ist der Mangel der feinen Spinnerey, als die man,

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