izZ II. Abtheil. Hl. Abschn. I. Hauptst.
stand solches offenherzig. Man schaffete aber dennochhierzu bald Rath. Es wurde dem kaiserlichen Ge-sandten in Holland aufgetragen, sich um diese Far.ben zu bemühen; und es hatte sich gar bald ein Dru-ckermeisier gefunden, der sich hundert Ducaten gefal-len ließ, um solche aufrichtig mitzutheilen. Auf ebendiese Art wird sich zu Abänderung aller andrer Feh-ler und Gebrechen leicht Rath schaffen lassen, wennman nur Vorsorge und Mühe anwendet. Alle Zu-bereitungöarten bey den Manufacturen und Fabriken,die einmal in Europa ausgeübet werden, können keineundurchdringlichen Geheimnisse seyn, sondern durchGeld und Mühe sind sie allemal zu erfahren.
Wir wür- Ich glaube sogar, daß wir auch alle Schönheit derden leicht Farben der indianischen Zitse nach und nach erreichenSaftfarbe könnten, wenn wir uns mit Versuchen in den Saft.erfinden färben mehr Mühe geben wollten. Denn ob wirkönnen. ^ar eben diejenigen Saftfarben nicht haben, und nachunserer Himmelsgegend nicht erzeugen können, derensich die Indianer bedienen; so ist es doch gar nichtwahrscheinlich, daß in der unbeschreiblichen Mengeunserer Pflanzengewachse nicht eben so schöne und dauer-haftige Saftfarben zu erfinden seyn sollten. Manmuß aber die ausgepreßten Safte der Pflanzen undihrer Beeren und Blumen nicht allein probiren, nach.dem sie gekocht sind; sondern auch, wie sie sich verhal-ten, wenn sie mit dem alkalischen und sauren Salze vermi-schet werden; da allemal andre Farben hervorkommen.Ja ein jedes Mittelsalz bringet eine andere Farbe in
den