Von den Seidenmanufacturen. 169
Ehedem, da die Seidenmanufacturen noch selten Die Ankerwaren, konnte es eher Schwierigkeiten verursachen, «Mg derdie Seidenwebsreyen, oder diese oder jene Art dersel-ben im Lande neu anzulegen. Allein heutiges Tages selbst findetbedarf es weiter nichts, als daß man von einer Regie-rung versichert ist, daß sie solchen neuen Manufactu- rigkeit.'ren Schuh, Freyheiten, Beförderungen und Unter-stützungen angedeihen lassen werde; so werden sich so-wohl Manufacturiers, welche die ganze Einrichtungund Anlegung einer Seidenmanusactur verstehen, alsdie dazu erforderlichen Arbeiter, von selbst einfinden.
Denn bey der großen Menge von Seidenmanufactu-ren in Europa und selbst in Teutschland giebt es allent-halben die Menge Leute, welche um ein Etablissementverlegen sind, oder denen das Land ihres zeicherigenAufenthaltes nicht gefallt; und die mithin die Gelegen-heit, sich in einem andern Lande niederzulassen, mit Ver-gnügen ergreifen. Wenn nun der Staat davor sorget,daß gute kilatoria und andere zu den Seidenmanu-facturen nöthige Maschinen, die nicht das Werk eineseinzelnen Manufacturiers sind, zu Stande gebracht wer-den , als welche heute zu Tage keine Geheimnisse undleicht einzurichten sind; so wird die Einführung derSeidenmanufacturen von allen möglichen Arten garkeine Schwierigkeit finden.
Vielleicht scheinet das Dessiniren, oder die Erfin, Hb die Er-dung der Muster, wornach die geblümten oder gebik- findungdei;deten seidenen Zeuge gewebet werden sollen, eine derschweresten Dinge bey den Seidenmanufacturen z«
L 5 seyn.