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Johann Heinrich Gottlob von Justi ... vollständige Abhandlung von den Manufacturen und Fabriken. Erster [- zweyter] Theil
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173
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Von den Scidenmanufacturen. 17z

selbst zu erfinden. Wie verächtlich muß ein solches Volknicht von sich selbst denke» ? Ohne Zweifel sollte derHos in einem jeden Lande der Erfinder der Moden seyn;und wenn wir zeither die ModengesetzS von Frankreichempfangen habe»; so liegt d,'e Schuld lediglich an denHöfen. Denn von den Höfen breitet sich die Mode indie Hauptstadt- und von der Hauptstadt in das ganzeHand aus, Wenn nun die Höfe sich in die französi-schen Moden verlieben; so erwecken sie natürlicher Weisedie Gedanken, daß nichts artig und schön ist, als wasin Frankteich erfunden wird. Allein, wen» sie nur nichtallzugering von sich selbst dachten; so wurden sie finden,daß sie eben so gut Moden erfinden könnten, als in Frank-reich; und mich beucht, es sind aN den teutschen Höfertmüßige Leute genug dazu vorhanden.

Uebrigens wird zur Aufnahmt der Seidenmänm Gute R»,facturen unumgänglich erfordert - daß die umständlich-sten Reglements über die Güte und Tüchtigkeit derselben schauan.'ertheilet, und die Beschaffenheit der Seide, die Anzahl statten sindder Faden- die Lange und Brette der Stücke, die Artund Weise des Farbens und alle andere Arbeiten und nie dieserZubereitungen darinnen vorgeschrieben, zugleich aber Manufa«strenge Beschauansialten verordnet werden - um dieseReglements genau beobachtend zu machen. Wenn der- diz.gleichen Reglements und Beschauanstalten bey allenManufakturen nöthig sind; so sind sie es um so mehrbey den Seidenwebereyen, deren Waaren durch Gum-mi und andere Dinge so bekleistert werden können, daßsie sehr schön in das Auge fallen/ aber den Käufer, sö

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