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Johann Heinrich Gottlob von Justi ... vollständige Abhandlung von den Manufacturen und Fabriken. Erster [- zweyter] Theil
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175
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Von den Sammetmamlfactliren. 175

düng davon höchst wahrscheinlich den Italiänern zu-zuschreiben. Man findet genügsame Nachrichten, daßdie Sammetmanusaeture» schon fast seit drey hundertJahren in Italien Statt finden; und damals hatteEuropa noch gar keine Schiffsahrt nach Sina; ja wirhatten kaum einige zuverlaßige Nachricht von diesemReiche. Von Italien hat sich die Sammetwebereynach Frankreich ausgebreitet, jedoch erst um die Mittedes vorigen Jahrhunderts; und die französischenFlüchtlinge haben diese Manufaktur mit nach Hollandund Teutschland gebracht, wo jeho zu Berlin, Ham-bürg, Leipzig und einigen andern Städten sehr schöneSammete verfertiget werden, welche den italiäni-schen nichts nachgeben. Denn, wenn die genuesischenund mayländischen Sammete noch immer höher ge-schahet werden; so kommt dieses darauf an, daß esallemal die besten Sorten sind, die von Italien in dieausländischen Commercien gehen; indem derjenige, dergenuesischen Sammet suchet, allemal auch mehr davorzu bezahlen geneigt ist; dahingegen unsere besten Sor-ten immer vor genuesischen verkaufet werden, wodurchmithin das Vorurtheil von der vorzüglichen Güte desitaliänischen Sammets zum Nachtheil des unsrigmimmer weiter unterhalten wird.

Man kann den Sammet in viererley Arten ein« Verschiede-theilen, r) in glatten, 2) i» geblümten , z) in geris- ^ Arten

senen, und 4) in angerissenen, oder besser, in unge-MtA.schnittenen Sammet *). Der glatte Sammet ist der-jenige,

*) Unter diese Abtheilungen lassen sich wohl nicht alle be-kannte Arten von Sammet btingen; und manches, was

der