176 II. Abtheil. IV. Abschn. I. Hauptst.
jenige, der auf seiner haarichten Seite allenthalben ein»förmig ist. Der geblümte Sammet hingegen wirdabermals auf verschiedene Art verfertiget; indem ent-weder beyde, sowohl der Grund als die Blumen untzFiguren, oder nur die Blumen, aus Sammetgewebebestehen, der Grund aber, wie Atlas odek Gros de tour-tzder auch wie. Drap d'Or Und Drap d'Argenk ist;
Der
der Verfasser allgemein angegeben hat, leidet verschiedeneAusnahmen und Abänderungen. Aber in Anmerkun-gen laßt sich alles dieses nicht verbessern; ich verweise da-her Leser, weiche vollständigere Begriffe von diesen man-Nichfaltigen Arbeiten, die künstlicher sind- als sie der V.angegeben hat - verlangen - auf Hartwigs Handwerkeund lxünste XIV, und Jacobsons Schauplatz derZeugmanufacluren IV Band: Wenn einmal das gro-ße kostbare Werk: I^art 6i> fgbri^uani il'etosscs äeloie, par ; wovon ich in physikalisch » öko-
nomischer Bibliothek X. S. -8 Nachricht gsgebeii ha-be, vollendet seyn wird, so wird solches das vollständig;ste und lehrreichste von allen Seidenärbeiren seyn, Justkhat, vielleicht aus Vorsah - alle Kunstwörter vermieden,wovon ich hier wenigstens ein Paar beybringen will: Das,was den Sammet rauch macht- und der Vers. das Haarnennet, heißt der Flor, der dadurch entsteht- daß Ket-tenfaden- die Poil genannt Werden, über eine mit einerFüge oder Rinne versehene Ritttze Äugen bilden - welcheMit einem Messer, welches Dtegel heißt, ausgeschnittenwerden. Ungeschnittcncr, üngeschorner Sammet istlder - welcher über eine Ruthe ohne Fuge.gearbeitct wird-wobey man diese- ohne die Augen aufzuschneiden, her;hüs zieht: Was der Vers. gerissettenSammet genänkthaben will, sollte vielmehr gewalzter, gepresseter oderdrücktet Sammet heißen - wiewohl überhaupt diese Ar;best mehr bey Plüsch, als Sammet- angebracht wird:iDas Drucken geschieht mit gravirten heißen Walzen - be-ten mir Gummiwasser bestrichme Erhebungen die glat-ten Figuren darstellen-