Igo n. Abtheil. IV. Abschn. s. Haupst.
vor eine gute und starke Waare, der Unterschied inder Güte aber sich dennoch durch das Tragen der darausgefertigten Kleidungen gar bald zeiget: so werden dieSammetmanufacturen des Landes durch solche schlechteWaaren nur decreditiret, und in Übeln Ruf gebracht.Man sollte auch in diesen Reglements vorschreiben/daß der anderthalb - und einhaarichte Sammet von ei-ner ganz andern Breite und Lange gemacht würde,als der mittelmäßige und beste, damit die guten Artendavon genugsam unterschieden wären. In diesen Re-glements sollte man auch eine große Aufmerksamkeitauf die Güte und Dauerhaftigkeit der Farben richten;indem die Sammete in Ansehung dieses Puncts öfterssehr schlecht beschaffen sind. Man sollte die Art derFärbung auf das genaueste vorschreiben, in der Be-schau genaue Obacht darauf haben, und keine andereals dauerhaftige Farben aus dem Lande gehen lassen.Wenigstens sollte man die dauerhaftigen Farben voNden schlechten allemal durch ein äußerliches Kennzei-chen genugsam unterscheiden, so wie man zeither beydem achten Carmoistn - Sammet einen Goldfaden in dieSaalleiste zum Unterschied von dem schlecht gefärbteneinzuweben gewohnt gewesen ist. Bey dergleichen Re-glements und deren genauen Beobachtung würde dieAufnahme derSammetmanufacturen niemals fehlem
Der sogenannte Fälbel wird vollkommen auf eben«n Fälbe'l. die Art, wie der Sammet, gewebet. Der Unterschiedbestehet bloß darinnen, daß er ungleich längere Haarehat, als der Sammet, die nicht aufrecht stehen, som
dem