192 II. Abtheil. IV. Abschn. II. Haup^.
dessen gehet er doch sehr stark nach Europa, theils zuSchiffe nach Engelland und Holland, wo er unter demNamen des indianischen Damastes verkaufet wird-theils durch die Caravanen zu Lande nach Moscau,von wannen er weiter in die Handlung der nordischenReiche und nach Teutschland kommt, wo er unter deniNamen des moseowitischeN Damastes bekannt ist, ohn;geachtet in Rußland gar kein Damast gearbeitet wird;Dieser rüßische oder vielmehr sinesische Damast istungleich breiter, als der europäische, und dennoch wohl;feiler', weshalb er dennoch statten Abgang findet
Von den Die DrogüetS sind ihrem Ursprünge nach eigent-
seidenen
DrogüetS
lich ein ganz wollener oder halb leinener Zeug, welchesbald gekreuzt- bald ungekreuzt, bald aus einer, baldauf beyden Seiten gekreuzt ist. Allein seit einigerZeithat man ganz seidene Zeuge, die allemal geblümt undeinfarbigt sind, mit dem Namen der Droguekö bele-get, die wegen ihrer mittlern Güte- da sie weder zuleicht, noch zu schwer sind, vielen Beyfall und Abgangfinden. Gleichwie man aber in dergleichen geblümtenseidenen Zeugen unaufhörlich auf Veränderungen simuet; so hat man schon verschiedene »reue Arten dieserZeuge ausfündig gemacht, die man mit neuen Namenbeleget hatt Dahin scheinet der sogenannte Lusirin zugehören, der in Italien erfunden worden, lind diesenNamen vermuthlich wegen seines besondern Glanzesdrhalten hat. Die Droguets werden in Frankreich-Holland, Engelland sowohl- als allenthalben iii Teutsch-land- häufig verfertigst-
Bey