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Johann Heinrich Gottlob von Justi ... vollständige Abhandlung von den Manufacturen und Fabriken. Erster [- zweyter] Theil
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193
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Von geblümten Seidenzeugmanufactilren. 19z

Bey den unaufhörlich neuen Moden und Er- Von ge.Endungen, welche gleichsam das Triebwerk alles Vcr- blümtcmbrauches der Seidenwaaren stnd , giebt es gar keinen ^vr Taf.glatten seidenen Zeug, wovon man nicht auch geblüm- ftr und der.te verfertiget hakte. Man hat geblümte Atlasse, ge- gleichen,blümte Moore- geblümte Tastete u. s. f. Der Grunddieser geblümten Zeuge Ist alleMal eben so - wie in denglatten Zeugen dieser Art, beschaffen- weshalb wir Unshier dabey nicht aufzuhalten nöthig haben- da wir indem folgenden Hauptstück von diesen glatten seidenenZeugen ausführlicher handeln werden. Die Blumenaber, sowdhl seidene als goldene, entstehet« durch die borthingedachte gezogene Arbeit; Und ist allemal ein Musternöthig, nach welchem man die Kette aufziehet. Unterdiesen geblümten seidenen Zeugen sind die geblümtenAtlasse und Tastete ain mehresten im Gange, die allent-halben in Europa hausig verfertiget werden. Uebelndieß kommen eine große Menge geblümte Atlasse ausSina - die sowohl goldene als seidene Blumen haben;und man muß gestehen- daß dieSineser in dieser>nufactUr vorzügliche Geschicklichkeiten besitzen. DieseGeschicklichkeit bestehet nicht sowohl in derZubereitNng-als worinnen ivlr Europäer es in der That weiter ge-bracht haben, sondern in der Art - die goldenen undseidenen Blumen in den Atlas zu weben, deren Artund Weise unsere Manufacturiers Nicht einmal rechteinsehen - geschweige Nachmachen können.

Eine besondere Art der sincsischen Atlasse und Von denTastete sind die sogenannten Furien, welches gemalteManufacr.u.5abrik.IITW N Sei-