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Johann Heinrich Gottlob von Justi ... vollständige Abhandlung von den Manufacturen und Fabriken. Erster [- zweyter] Theil
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196
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196 II. Abcheil. IV. Tlbschn. III. Hauptst.

Drittes Hauptstück.

Von glatten seidenen Zeugen.

reichtiakeit /D^latt seidene Zeuge sind diejenigen - die in ihremdiese Ma- ganzen Gewebe durchäuö einförmig sind, undanzulegen" von Bildung und Figuren haben; Da sie ge-meiniglich leichter und mithin Mohlfeiler sind, als diegeblümten seidenen Zeuge; so ist ihr Verbrauch zuKleidungen, Ilnterfukter, allerley Äktett von MeubleSund hundert andern Endzwecken sehr groß, und nochgrößer, als das Consumö öer> in den zwey vorherge-henden Hauptstücken vorgestellten Seidenmanufactu-ren. Es lieget also einem jeden Staate sehr viel daran,diese Manufakturen bey sich einzuführen; und es kön-nen sich dabey am allerwenigsten Hindernisse ereignen.Denn die Arbeit dieser Manufakturen ist so leicht, daßfast ein jeder Zeugmacher dazu geschickt seyn würde;wie sie denn fast alle diese Zeuge, durch eine Nachah-mung der seidenen, aus Wolle verfertigen; Alles, wasein Staat nebst Schuh Und Beförderungen vor dieArbeiter zu thun hat, sind sorgfältige Reglements undBeschauanstalten, wie ich allgemein von allen Seiden-Manufakturen in der Einleitung dieses Abschnittes er-fordert habe. Es ist also unnöthig, solches zu wieder-holen; sondern ich will mich begnügen, die vornehmstendieser Manufakturen in der Kürze vorstellig zu machen.

Bon den Atlas nennet man einen einförmigen sehr glänzendenAtlassen. sejdem Zeug, dessen Kette oder Aufzug aus sehr feinerungedreheter oder «»gezwirnter Seide, der Eintrag

aber