Von glatten setdeneri Zeugen. 497
aber zwar aus ssjner stgrkersi Seide bestehet, die aberdurch das Gewebe auf der rechten Seide solchergestaltverstecket wird, daß der Aufzug ganz heraus zu liegenkommt, wodurch eben dyr ungemeine Glanz des Atlas-ses entstehet. Nach Yen königlichen französischen Ma»nufacturreglements festen die Atlasse 44 Elle, dasist, beynahe eine berliner Elle, breit liegen, und der Ein-trag soll von reiner, feiner, gekochter und rohgefärb-ter Seide seyn. Die Atlasse werden in Italien,Frankreich sowohl, als in Tenrschland, und anderneuropäischen Landern, sehr häufig und schön verfertiget;und die europäischen Atlasse sind allemal den glattensinesischen vorzuziehen; weil es diesen kehtsrn inson-derheit an der Zubereitung fehlet. Man verfertigetauch halbe Atlasse, deren Eintrag aus feinem leinenGarn bestehet, rvprunter insonderheit die brüggifchenAtlasse berühmt sind. Diese halben Atlasse sehen ebenso gut aus, als die ganz seidenen; weil m dem AtlaS-gewebe von dem Eintrag nichts zu sehen ist. Alleineben deshalb müssen die ManufacturreglementS denhalben Atlassen eine ganz andere Breite und Länge vor-schreiben , damit sie genugsam kennbar werden. Mansollte auch in diesen Reglements vor dauerhastigereFarbe der Atlasse sorgen, als wol innen diese Zeug«gemeiniglich einen großen Mangel haben.
Gros de Tours ist eigentlich in NeapoliS erfunden Von Gro«worden, wie er denn ehedem Gros de NapleS hieß. de Tour«.Nachdem aber die Provinz Touraine in Frankreich,und insonderheit die Stadt Tours, sich ungemein stark
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