der ganz seidenen Moore schreiben die französischenReglements vor, daß sie allemal sowohl in der Kette,als im Eintrage, ganz aus einerley Seide, nämlichEntweder ganz aus gekochter, odex ganz aus roher un,gekochter Seide, bestehen sollen, ohne beyderley Artenmit einander zu vermischen, Vielleicht würde es rath-sam seyst, nach den Farben zu bestimmen, welche Mooreaus gekochter oder roher Seide bestehen sollten, undwenigstens vorzuschreiben, daß zu den weißen Moorenkeine andere als gekochte Seide genommen werden solle,Die Breite der Moore wird auf eine halbe pariser Elle,das ist, eine Elle zwey Zoll berliner, bestimmt; jedochdergestalt, daß sie ein Sechözehntheil breiter oder schma-ler seyn können. Diese Manufactur ist in Frankreich,in Holland und nunmehr auch in Teutschland in gro-ßem Flor; jedoch werden zur Zeit hie englischen Moorevor die vorzüglichsten gehalten *).
Taffent,
Das Mooren oder Wässern des Tastet, Gros de Toursunh Gros de NaplcS (moirsßc) hat viele Schwierigkeit,verlangt künstliche Werkzeuge und geschickte Arbeiter.Die Engelländer verstehen die Kunst am besten. ImZahr >740 ließ der französische Minister die dazu nöthigeMaschine aus England kommen, sie ward aber, weilman sie in Paris behielt, wenig genutzt. Hernach wen-deten die Lyoner die Kosten daran, einen Künstler, derdie Arbeit verstand, kommen zu lassen, wodurch dennauch die französischen Manufactur?» viel gewonnen ha-be». Dennoch sind ihre Zeuge den englischen an Gütenicht gleich. Der berühmte Vaueanson hat vor unge-fähr zehn Jahren eine Verbesserung dieser Maschine an-gegeben, die, so viel ich weiß, noch nicht beschrieben ist.In, Preußischen ist noch zur Zeit nur eine Maschine im
Gange,