202 II. AbLheil. IV, Abschn. III. Hauptst.
entweder gold - und siberne Streifen, oder abwechselndein Faden Gold oder Silber, und zwey oder drey FadenSeide in dem Einschlage eingewebet werden. Dieseletztere Art siehet sehr schön, und fast wie golden odersilbern Stück aus, ist aber wenig dauerhaftig. 2) Dergeflammte und gestreifte Tastet, davon der erste alle-mal der beste und stärkste ist. z) Der gewasserteTastet, der auch doppelt Tastet und Tabin genennetwird, ungleich stärker ist, als alle übrige Arten, undauf eben die Art mit einer kupfernen Walze gewassertwird, wie ich vorhin von dem Moor gemeldet habe.4) Der gedüppelte, pickirte und gewürfelte Tastet, derauf seiner Oberfläche nach der Verschiedenheit dieserBenennungen gewisse Erhöhungen hat, und linker diefaeonirten Tastete gehöret. Dahin ist auch derjenigeTastet zu rechnen, den man Chagrin nennet, weil erauf seiner Oberfläche eitel solche kleine und zarte Er-höhungen hat, als man an dem Chagrin findet. 5) DerSchalter, oder Zindel, oder schattirtc Tastet hat al-lemal im Aufzuge und Einschlage zwey verschiedeneFarben, die nach Maaßgeöung des Lichtes, so darauffällt, bald diese, bald jene Farbe in Schatten werfen.Endlich 6) giebt es auch eine Art Tastet, welche Ar-moifln heißet, und im Handel sehr gangbar ist, ohnebaß man bestimmen kann, woher er diesen Namen er-halten hat. Sie iverden in Italien und Frankreichhäufig verfertiget, und kommen eben so häufig aus Sina.Sie unterscheiden sich fast lediglich dadurch, daß sieüberaus dünne und schlecht find. Der meiste Tastetwird in Engelland, Italien und Frankreich gemacht;
und