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Johann Heinrich Gottlob von Justi ... vollständige Abhandlung von den Manufacturen und Fabriken. Erster [- zweyter] Theil
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203
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Von glatten seidenen Zeugen. rog

und ob'zwar bereits sehr viel Taffet in Teutschlanhverfertiget wird; so ist doch derselbe wegen seines gro.ßen Verbrauches bey weitem nicht zu unserer Bedürf-niß zureichend; sondern der englische Taffet gehet überHamburg, der italiänische durch Bohen in Tyrol,und der französische und sinesische über Frankfurt anMayn in großer Menge nach Teukschland, außer wasaus der Schweiz über Augspurg eingehet, und geradeaus Holland verschrieben wird, wo ein großer Han-del mit dieser Waare getrieben wird,

Meines Trachtens bezeigen die Manufacturregle- Nöthig«ments nicht diejenige Aufmerksamkeit aus die Mann- ^orschch.fackur der Tastete, welche eine Waare, die einen soüberaus großen Vertrieb findet, allerdings verdiente, ctnrregle.Man findet in der Breite der Tastete eine überausgroße Verschiedenheit; und es stehet gleichsam in der ^ Taff-tt.Willkühr der Manufacturiers, solche von einer halbenbis fünf Achtel pariser Elle so breit zu machen, als esihnen beliebet. Allein die Breite des Taffets sollteallemal ein Verhältniß zu seiner Güte haben; und dieKaufleute und Käufer sollten allemal versichert sey»könne», daß, wenn sie einen Taffet von dieser Breitekauften, sie auch sich eine gewisse Güte sicher dabeyversprechen könnten. Zu dem Ende sollte nicht alleinin den ManufacturregkementS die Anzahl der lesevorgeschrieben seyn, die auf eine jede Breite der Kettezu nehmen waren; sondern man sollte sogar das Ge-wicht bestimmen, welches ein Stück Taffet von einersolchen Breite und länge haben müßte. Es ist dieses