Von halbseidenen Zeugen. siz
manmußdanncnhero diejenigen, welche solche Seide imGroßen zubereiten, und verkaufen, dahin anhalten, daßste solche aus gewisse Art in Päckchen einpacken, und aufdas Papier dieser Packete durch gedruckte Zeichen undFiguren bemerken, ob die Seide gut und dauerhaftiggefärbt ist; wiewohl man, außer in einigen wenigentheuren Farben, z. B. Violet, gar keine schlechten Far.bcn zulassen sollte. Denn bey jedem Gebrauch dieserSeide gereichet es zum Nachtheil des Public!, wenndiese Seiden keine dauerhaftigen Farben haben. Uebri-gens soll dergleichen Seide von allenGraden der Feine zuhaben seyn, eine» gleichen Faden haben, und zum Theilstarkund perlicht, zum Theil aber schwächer gezwirnt seyn,damit sie zu verschiedenen Endzwecken zu haben ist.
Endlich giebt eö auch noch eine Seidenmanusactur, Vonseite-in welcher die Seide weder gesponnen, noch gewebet, nenWat-sondern gleichsam gefilzet wird. Dieses ist die Mann- ^urcn!factur der seidenen Watten, welche zu Ausfütterung derKleider statt des Pelzes, zu Bettdecken und andern End-zwecken gebraucht werden, und sehr beliebt sind. DieseWatte wird theils als eine Art von Baumwollenge-wächs aus Egypten zu uns gebracht, wo sie eben soin Schoten wächst, als die.Baumwolle in Nüssen;theils kommt sie aus Ostindien, wo sie gleichfalls aufeinem Baume in einer Art von Schoten wächst, derCapuck oder Capock genennet wird, und vermuthlich mitdem in Egypten zu einerley Art gehöret, die aber alle zudem allgemeinen Geschlecht der Baumwollen.Bäumezu rechnen sind. Man hac auch eineArt vonStauden-gewachs, die man die Seidenpflanze nennet, und welche
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