Von den Fabriken überhaupt. 219
Manufakturen gebraucht, denin der allgemeine undweitläufige Begriff des Wortes Fabriciren läßt sichauch hier anwenden; wiewohl es allemal besser ist, zugenügsamer Unterscheidung der Ausdrücke, solches zuunterlassen. Allein, das Wort Manufaktur auch beyFeuerarbeiten und andern metallischen und minerali-schen Zubereitungen anzuwenden, ist wider allen ver-nünftigen Gebrauch in der Bedeutung der Worte.Unterdessen liefet man doch häußg, daß man das WortManufaktur auf eine so widcrsinnische Art bey metal-lischen Arbeiten anwendet. Ich habe nicht selten vonEisenmanufacturcn gelesen; gerade, als wenn mandas glühende Eisen mit der Hand wie Wachs bildete,oder den eisernen Draht aus dem glüenden Eisen,wie in der Wolle und Flachsspinnerei), mit den Fingernheraus zöge. Ja! es geschiehet wohl gar in Gesehenund Verordnungen, wo man auf eine so ungereimteArt von metallischen Manufakturen redet. Allein dieVerfasser derselben geben dadurch gar sehr zu erkennen,daß ihr Kopf zu deutlichen und unterscheidenden BeZgriffen nicht sehr aufgelegt ist *),
Um bestimmt und unterscheidend zu reden, muß Die Quelleman demnach die Benennung von Fabriken allein bey ^solchen Arbeiten anwenden, in welchen Feuer und Harn- Mineral-mer, oder andere metallische Instrumente, nicht aber reich,die bloßen Hände, das meiste ausrichten müssen, Wenn
wir
*) Eine solche scharfe Ahndung verdiente doch wohl die Ver-wechselung dieser beyden Wörter nicht.