Von Gold- und Silberfabriken. 227
Indem wir hier in diesem Abschnitt von den Gold- Ob es räch.und Silberfabriken handeln wollen; so haben wirGold und Silber als Materialien zu betrachten, woraus Silbcrfa-vielerley Waaren fabriciret werden. Allein, weil diese brikcn an-Materialien zugleich das?retiuin ew.iiiens aller Din.ge sind; so muß man nothwendig auch auf diese Eigen-schaft zurück sehen. Denn indem man Gold und Sil-ber als Materialien verbrauchet; so vermindert manzugleich das allgemeine Vergütungsmittel aller Dinge;und wir haben in dem ersten Theil hin und wieder ge-nugsam gezeiget, was vor großen Einfluß die Ver-mehrung oder Verminderung des circulirenden Goldesund Silbers in den Nahrungsstand hak. Es entstehetalso vor allen Dingen die Frage, ob es überhaupt demStaat vortheilhaftig ist, Gold und Silber als ein Ma-terial zu verarbeiten, und ob es mithin rathsam ist,
Gold - und Silberfabriken im Lande anzulegen.
Es hat in der That sowohl viele Gelehrte und Gründe,Policeyverstandige, als viele Staatsbediente, gegeben, ^Aum vle-welche die Tragring des Goldes und Silbers auf den urn, Sil-'Kleidern sowohl, als den Gebrauch dieser Metalle zu berfabrikenAuszierung der Mobilien, und zu allerhand Gefäßen vor nach.und Gerathschasten, der Wohlfahrt des Staats vor halten,nachtheilig gehalten haben; wie man denn in verschie-denen Stamen das Verbot, Gold und Silber zu tragen,und dasselbe zu Vergoldung der Wagen, der Spiegelund andrer Gerathschasten zu gebrauchen, hat ergehenlassen. Man behauptet, daß durch diesen Gebrauchdes Goldes und Silbers große Summen den Com-
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