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mercien und der Cirkulation entzogen würden, wodurchviele Menschen ernähret werden könnten; und überdies;würde dadurch viel Gold und Silber zerstreuet, dasgänzlich verloren gienge; indem sich durch das Tragenbeständig etwas verlöre, und das Gold von den Verrgoldungen niemals wieder vollkommen zu gut gemachtwürde, wodurch also zum Nachtheil des Staats be-ständig der Reichthum desselben vermindert würde.
Diese Allein so scheinbar diese Gründe auf den ersten
Gründe Anblick auch aussehen; so sind sie doch nicht also beschaf-tersuchet fen, daß man ihnen Beyfall geben kann; wenn manund wider- anders die Sache aus dem Grunde zu beurtheilen imletzet. Stande ist. Ich habe in meinem großen Werke vonder Policey gezeiget, daß man die Cirkulation nichtden Umlauf des Geldes, sondern der Güter nennensollte, denn ohne Güter ist gar keine Cirkulation mög-lich. Wenn also auch gar kein Gold und Silber ge-tragen und zu Mcubeln und Geräthschaften verwendetwürde; so würde deshalb der Umlauf doch nicht stärkerund dadurch mehr Menschen ernähret werden, wennnicht zugleich die Arbeit und die Güter im Lande ver-mehret würden. Die Gold - und Silberfabriken ernäh-ren aber schon sehr viele Menschen an Goldschmidten,Fabrikenarbeitern, Goldschlagern, Drahtziehern, Klöp-pelmägdchen, Vergoldern und so viel andern Handthie-rungen, daß sie gewiß eine große Anzahl betragen wür-den, wenn man sie in einem ansehnlichen Staat auf-zeichnen und zusammen rechnen wollte. Das ist alsoschon ein wichtiger Theil der Cirkulation; und man
siehet