VonGoldschl.Drahtgieh.u. dgl.Fakrkcat. rzr
und in die Arbeit nehmen wollen, vorher durch dieAuflösung zu reinigen, und die andere Hälfte bey deinZusammenschmelzen des Kalkes so zuzusetzen. Allein,was sie an den Kosten der Auflösung gewinnen, dasverlieren sie wieder an der Schwierigkeit der Arbeit.
Denn wenn ein fleißiger Goldschläger von höchst feinemGolde täglich über ein Loth ein Quentchen Gold bear«beiten, und daraus über zwey tausend Blättchen, odevachtzig Buch schlagen kann; so kann er aus Golde,das nur wenigen Zusatz hat, kaum täglich sechzigBuch verfertigen.
Unterdessen, da das Gold in seiner höchsten Fei- Wie diene, wie es durch das Spießglas gegossen, oder durchdie Auflösung in AquaRegis und Niederschlagung mit Farbe desQuecksilber erhalten wird, allemal etwas blaß auszu. scinmGol.fallen pfleget, welches dem geschlagenen Golde nichtdas besteAnsehengiebt; so thun sie allemal wohl, wennsie von einer Mark Dukatengold allemal den achtenTheil unaufgeköset zurück behalten; und solche hernachbey Zusammenschmelzung des Kalkes zusehen. Undzwar müssen sie den achten Theil von solchem Ducaten,golde zurückbehalten, welches mit Kupfer legiret ist,als welches man durch das Ansehen leicht beurtheilenkann. Noch besser aber thut man, wenn man dasGold sämmtlich in AquaRegis auflöset, und solcheshernach nach der kunkelischen Art mit einer stark ge-sättigten Solution von blauem Vitriol niederschlägt.
Das wenige Kupfer, das sich hier mit niederschlagt,wird von dem Fluß von Salpeter und Borax, den
man