NöthigeGesetzewegen desGoldes, sodie Gold-schlagerverarbei-ten,
252 IH.Abrheil. l.Mschn. Il.Hauptst.
man bey der Zusammenschmelzung des Kalkes ge-braucht, größtentheils verzehret; und es bleibet nichtsdabey, als was nöthig ist, um dem Golde eine sehrhohe und prächtige Farbe zu geben ?),
Da die Goldschlqgsr zu ihrer Arbeit nichts alsDucgtcngolo gebrauchen können: den» schlechter Goldmacht ihnen in l^r Reinigung so viel Mühe und Ko-sten; so ist ihr Schmclztiegel ein soch, in welches eineMenge cyursirendssDucaten aus dxr Cirkulation durch-
sallen,
-k) Dir Reinigung des Goldes durch Vitriol geschieht fastso, wie mjk O.ueeksilber. In die Goldaufiösung tröpfeltman eine kurz vorher filtrirte Bitriolauflosiurg st lauge,bis weiter kein Niederschlug erfolgt, Aber es ist wohl zumerken, daß mau grünen, nicht, wie der Verfasser undhie meisten Bücher angebe», blauen Vitriol dazu nehmenmuß. Letzterer schlagt das Gold gar nicht, oder dochsehr langsam und unvollkxmmen nieder. Dieser Irr-thum ist dadurch entstanden; Kunkel hatte die Nieder-schlagung des Goldes durch Vitriol zuerst gesund?», unddabey ganz richtig angemerkt, daß ein kupferhaitiger Ei-senvitriol, oder ein hermavhroLitischer, die Farbe des Gol-des erhöhe; xr empfahl also den blauen Vitriol zu diesemGebrauche. Als die Künstler diese Vorschrift versuch-ten , fanden sie sich darin» betrogen; denn es erfolgte so-gleich kein Niederschlug. Brandt hat zuerst gelehrt, manmüsse grünen, nicht blauen Vitriol brauchen. Mit je.nein fällt jedoch etwas Eisen zugleich nieder, daher auchher Niederschlug eine dunkelbraune Farbe hat. Weil derHermaphroditische Vitriol auch Kupfer fallen laßt, stwird zwar dadurch die Goldfarbe schöner, aber deswegensst auch diese Scheidung nicht bequem, wenn mau Goldvon der größten Feinheit haben will. In Frankreichkaufen die Goldschläger es von der Münze, und zwarsolches, welches -4 Karat weniger ein Viertel hält.