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Johann Heinrich Gottlob von Justi ... vollständige Abhandlung von den Manufacturen und Fabriken. Erster [- zweyter] Theil
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281
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Von Meßinghütten,

Verfahrungsarten auf den Kupferbergwerken nichtausgeschieden werden. Man siehet aber leicht, daßein Kupfer, das schon an sich selbst nicht vollkommenrein ist, sondern fremdartige Theilchen in sich hat, de-sto weniger geschickt ist, eine so große Menge zinkischeErde in sich zu nehmen, wie bey dem Meßingmachengeschehen muß, ohne alle seine Geschmeidigkeit zu ver-lieren, und durchaus spröde zu werden. DiejenigenKupfer sind am wenigsten zu dem Meßingmachen ge,schickt, die noch etwas Bley oder Eisen in sich enthal-ten. Dieses ereignet sich gar nicht selten. Dennviele Kupfererze sind stark eisenfchüßig; und bey vie-len bricht Bleyglanz in einerley Stuswerk mit unter,oder die Erze sind zugleich bleyhaltig, ohne daß manetwas von sichtbarem Bleyglanze gewahr wird. Wennman nun durch eine wohlüberlegte Verfahrungöart aufden Schmelzhütten nicht das Kupfer von solchen Bley-und Eisentheilchen zu reinigen weiß; so wird dasGarkupfer solcher Schmelzhütten zum Meßingmachengar nicht geschickt seyn. Ein mit Eisen verunreinigtesKupfer ist allemal spröde. Allein ein Kupfer, dasmit Bley verunreiniget ist, laßt sich ztvar an sich selbstunter dem Hammer treiben, es ist aber zum Mes-singmachen eben so wenig geschickt, als das vorher-gehende. Denn dieses an sich selbst geschmeidige Ku-pfer, wird desto spröder, wenn es eine zinkische Erdein sich nimmt. Die Geschmeidigkeit des Kupfers istalso kein unbetrügliches Kennzeichen seiner Güte zumMeßingmachen. Das schwedische Kupfer ist dazuam allerdienlichsten, wie auch zum Theil das ungari-

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