280 m slbcheil. II.Abschn. I.Hauptst.
stehet demnach darinnen, daß er, wenn er eine neuegroße Partie Gallmey bekommt, er solchen, und des.sen ekwan bey sich habende fremdartige Bestandthei-le, zu prüfen, zu untersuchen und zu beurtheilen wisse.Zu welchem Ende er sowohl mit dem Gallmey selbstdurch Rösten und Sublimiren, als in der Zusammen,schung mit Kupfer, allerley Versuche und Proben ma-chen muß. Man hat dreyerley Arten von Gallmey,weißen, gelblichen und braunröthlichen, so wie er vonallen diesen Farben, bald als eine Erde, bald als einStein, beschaffen ist, wiewohl der weiße Gallmey inCommercien sehr selten ist. Wenn er als eine wiederzusammengebackene Erde ausstehet; so ist er gemei.niglich schon gebrannt oder geschlammet. Allein aufallen diesen äußerlichen Unterschied kommt in Anst.hung der Güte des Gallmey gar nichts an, wiewohlder braunröchliche gemeiniglich starker eisenschüßig ist;sondern alles kommt auf die Untersuchungen und Pro.ben an, wie viel davon ohne, oder mit vorhergehendemRosten, Mcßiug gemacht werden kann«
Befchaf- Auch nicht alles Kupfer ist zu dem Meßingma.
Kupfer/^ gleich dienlich. Zwar ein jedes vollkommen rei-
zn», Mes- "es imd seines Kupfer ist dazu gleich geschickt. Alleinswg. es fehlet sehr viel, daß alle Bergwerke ihr sogenanntesGarkupfer vollkommen rein und fein liefern sollten.Nicht selten ist dieses Garkupfer noch mit einem be.trächtlichen Antheil von fremdartigen Theilchen ver-unreiniget, die sich entweder nicht allzuwohl ausschei.den lasten, oder wegen der eingeführten fehlerhaften
Ver-