Von Kupfer - und Meßuighämmmi. 295
daraus ausgebrachte Meßing sowohl kalt, als in ver-schiedenen Graden der Erglühung, unter dem Ham-mer probirek werden. Es ist kein Zweifel, daß der-jenige Meßing am vorzüglichsten ist, welcher steh so-wohl glühend als kalt unter dem Hammer treiben laßt;und wenn die in dem vorhergehenden Hauptstücke er-wähnte langwierige Cämentation einigen Nuhen hat;so ist es in Ansehung der größer» Geschmeidigkeit desMeßings, und daß der Grad der Erglühung nicht sogroße Vorsicht bedarf.
Die meiste Arbeit auf den Meßinghammern beste- Von denhet in Blechen, als welche nicht allein von den Klemp-nern, sondern auch von einer Menge andrer Handwerke Meßing-zu unzähligen Endzwecken gebraucht werden. Sie ent- hämmern,stehen aus den vorhingedachten Stäben oder Zainen,in welche die gegossenen Tafeln zersäget werden; undman hat sie von allen möglichen Graden der Dicke,die in den Cvmmercien ihre besondern Namen undNummern haben, dabey wir uns aber hier nicht aus-halten können. In der Größe sind sie, ohngeachtet ih-rer so verschiedenen Starke, wenig von einander unter-schieden. Sie sind gemeiniglich nur fünfsechzehntel bisdreyachtel Ellen breit, aber desto länger. Die anderehauptsächlichste Arbeit aus den Mcßinghämmern beste-het in meßingenen Kesseln, die eben so ohne Ränder nuraus dem gröbsten gearbeitet werden, wie wir vorhin beyden kupfernen Kesseln erinnert haben. Jedoch giebt cSauch Meßinghütten, welche zu dem Debit im bände dieKessel vollkommen fertig machen lassen.
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Noch